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Baidu und Freenow planen fahrerlosen Robotaxi-Dienst in London für 2027

Apollo Go, die Robotaxi-Einheit von Baidu, und die Lyft-Tochter Freenow haben in London ihr autonomes Fahrzeug RT6 vorgestellt. Seit Sommer 2026 testen sie dort mit Sicherheitsfahrern. Im kommenden Jahr wollen sie einen kommerziellen Dienst ohne Fahrer starten.

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Zunächst nur einige Dutzend Fahrzeuge

Bei der Vorstellung am 22. Oktober 2026 kündigten Freenow und Apollo Go an, 2027 vollständig fahrerlose Fahrzeuge in London einsetzen zu wollen. Auch der kommerzielle Betrieb soll 2027 beginnen. Bislang finden die Tests mit Sicherheitsfahrern an Bord statt.

Freenow-UK-Geschäftsführer Danny O'Gorman zufolge geht es während der Markterprobung um einige Dutzend Fahrzeuge im nächsten oder in den nächsten zwei Jahren. Die Robotaxis sollten die Londoner Black Cabs nicht ersetzen, erklärte er laut Reuters.

Als Testort eigne sich London besonders gut, sagte O'Gorman mit Verweis auf die vielen Bodenschwellen, engen Straßen und Straßen mit einem Tempolimit von 20 mph. Freenow arbeite eng mit Transport for London zusammen. Regulatorische Leitlinien erwartete er für die Woche nach der Vorstellung.

Waymo und Uber-Wayve sind ebenfalls in London aktiv

Apollo Go ist nach Angaben von Automotive World der dritte Robotaxi-Anbieter in London, neben Waymo und der Partnerschaft von Uber und Wayve. Zugleich werde damit erstmals chinesische Technologie für autonomes Fahren auf den Straßen der Stadt getestet.

Das britische Start-up Wayve und Uber nahmen ihren Londoner Robotaxi-Dienst im September 2026 auf, zunächst mit einem menschlichen Sicherheitsfahrer am Steuer. Die Alphabet-Tochter Waymo will nach eigenen Angaben bis Ende 2026 einen vollständig fahrerlosen Fahrdienst in der Stadt starten.

Reuters ordnet die Zusammenarbeit von Lyft und Baidu auch politisch ein: Der US-Senat arbeite an einem dauerhaften Verbot chinesischer Fahrzeuge in den USA. Das veranlasse mehr Unternehmen, ihren Fokus auf Europa zu richten.

Fahrzeugkosten, Flottengröße und ein Betriebsausfall

Automotive World beziffert die Herstellungskosten eines RT6 auf rund 35.000 bis 37.000 US-Dollar. Zum Vergleich nennt das Fachmedium geschätzte Kosten von mehr als 100.000 US-Dollar je Fahrzeug für Waymos mit Sensoren nachgerüstete Jaguar I-Pace.

Apollo Go hat dem Bericht zufolge insgesamt mehr als 22 Millionen Fahrten absolviert und ist in 27 Städten vertreten. Die aktive Flotte zählt rund 1.800 bis 2.000 Fahrzeuge. Sie ist damit etwa halb so groß wie die von Waymo mit rund 4.000 Fahrzeugen.

Automotive World berichtet allerdings auch von einem Vorfall im chinesischen Wuhan: Dort stellten Dutzende Apollo-Go-Fahrzeuge gleichzeitig den Betrieb ein. Daraufhin setzte die chinesische Regierung die Vergabe neuer Robotaxi-Genehmigungen vorübergehend aus. Eine klare Erklärung für die Ursache des Ausfalls lag dem Bericht zufolge noch nicht vor.

Analysten senken Kursziele für Baidu

Während Baidu die Londoner Robotaxi-Tests vorantreibt, senken Analysten laut wallstreet-online ihre Kursziele für die Aktie. Das Portal führt neben dem Robotaxi-Test auch KI-Cloud, Werbung und Bewertung als Themen für Anleger an. Für den 23. Oktober 2026 weist es einen Aktienkurs von 68,90 Euro und ein Minus von 0,86 Prozent aus.

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