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Frau bei Messerangriff am U-Bahnhof Moosach schwer verletzt

Ein 34-jähriger Deutscher soll im Münchner U-Bahnhof Moosach eine 49-Jährige mit einem Messer angegriffen haben. Die Frau musste notoperiert werden, schwebt nach aktuellem Kenntnisstand aber nicht in Lebensgefahr. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen; die Mordkommission ermittelt wegen d…

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Passanten helfen der Verletzten und halten den Verdächtigen vor Ort

Die Frau befand sich nach Polizeiangaben im Zwischengeschoss an der Treppe zum Bahnsteig, als der Mann sie unvermittelt attackiert haben soll. Sie erlitt Verletzungen am Oberkörper und stürzte anschließend mehrere Meter die Treppe hinab.

Zeugen eilten der Schwerverletzten zu Hilfe. Bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt übernahm ein zufällig anwesender Arzt die Versorgung. Anschließend brachte ein Rettungswagen die 49-Jährige ins Krankenhaus, wo sie notoperiert wurde.

Währenddessen hielten zwei Passanten den mutmaßlichen Angreifer mit einem Gespräch am Bahnhof. Dort konnten ihn die eintreffenden Polizeibeamten vorläufig festnehmen.

Richterliche Entscheidung über den weiteren Verbleib steht aus

Eine persönliche Verbindung zwischen der Frau und dem Tatverdächtigen haben die Ermittler bislang nicht festgestellt. Ein am Tatort gefundenes Messer wird daraufhin untersucht, ob es bei dem Angriff verwendet wurde.

Die Polizei beschrieb das Verhalten des Mannes während und nach dem Angriff als psychisch auffällig. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 24. Oktober 2026 war er laut Polizei auch früher bereits psychisch auffällig gewesen und hatte sich am Bahnhof entsprechend verhalten.

Der 34-Jährige sollte einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Noch ist nicht entschieden, ob er in Untersuchungshaft genommen oder in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird.

U3 fuhr zeitweise nur bis Moosacher St.-Martins-Platz

Für den Polizeieinsatz wurde der U3-Bahnsteig rund drei Stunden lang gesperrt. Wie t-online unter Berufung auf die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) berichtete, verkehrte die Linie am 24. Oktober 2026 wegen einer polizeilichen Anordnung zeitweise lediglich auf dem Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und Moosacher St.-Martins-Platz. Als Ausweichmöglichkeit nannte die MVG unter anderem die Buslinie X35.

Früherer Angriff in Moosach und bundesweite Kriminalitätszahlen

Bereits am Abend des 13. Februar 2021 war am U-Bahnhof Moosach eine damals 14-Jährige schwer verletzt worden. Nach einem Bericht der Abendzeitung München griff eine siebenköpfige Gruppe das Mädchen an. Die damals 15-jährige Haupttäterin fügte ihm mehrere Messerstiche in Oberschenkel und Hand zu. Wegen gefährlicher Körperverletzung erhielt sie im März 2022 eine Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren.

Für das Jahr 2025 erfasste die Bundespolizei an Bahnhöfen und in Zügen in Deutschland mehr als 980 Messerdelikte sowie rund 2.200 Sexualdelikte, wie tagesschau.de berichtete. Die bundesweit höchste Zahl an Gewaltdelikten an einem Bahnhof entfiel demnach auf den Leipziger Hauptbahnhof: Dort wurden 859 solcher Delikte registriert.

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