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DZ Bank erhöht Teslas fairen Wert auf 420 US-Dollar und bleibt bei "Kaufen"

Die DZ Bank setzt den fairen Wert der Tesla-Aktie nun bei 420 statt bisher 400 US-Dollar an. Ihre Kaufempfehlung bestätigt sie. Analyst Markus Leistner verweist trotz anhaltenden Margendrucks auf die langfristig wachsende Bedeutung von Robotaxis und dem Fahrassistenzsystem FSD.

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Mehr Auslieferungen im dritten Quartal

In seiner am Freitag, dem 23. Oktober 2026, vorliegenden Analyse hebt Leistner den deutlich gestiegenen Elektroautoabsatz im dritten Quartal hervor. Auch ein möglicher Zusammenschluss mit dem Raumfahrt- und KI-Konzern SpaceX spielt für seine Einschätzung eine Rolle: Die DZ Bank erwartet davon hohe Synergien und hält einen Vollzug 2027 für wahrscheinlich.

Die Quartalszahlen bezifferte Tesla in seiner Mitteilung vom 2. Oktober auf 464.391 produzierte und 486.532 ausgelieferte Fahrzeuge. Auf Model 3/Y entfielen dabei 478.237 Auslieferungen, auf die übrigen Modelle 8.295. Außerdem meldete das Unternehmen den Einsatz von Energiespeicherprodukten mit einer Kapazität von 13,7 GWh.

Die Bruttomarge des Autogeschäfts ohne regulatorische Credits erreichte im dritten Quartal 18,1 Prozent. Damit lag sie laut TIKR.com über den von Analysten erwarteten 16,7 Prozent.

Auf Tradegate notierte die Tesla-Aktie am 23. Oktober 2026 um 12:37 Uhr bei 337 Euro, ein Plus von 0,88 Prozent.

FSD-Aktivierungen sind nicht durchweg bezahlte Abonnements

Leistner zufolge ließen Käufer bei drei Vierteln der nordamerikanischen Auslieferungen ein FSD-Abonnement aktivieren. Diese Aktivierungsquote ist allerdings von der Quote tatsächlich zahlender Kunden zu unterscheiden.

Nach Angaben von TIKR.com verwies ein RBC-Analyst auf den kostenlosen ersten Abonnementmonat. Für die von Tesla im dritten Quartal gemeldete nordamerikanische FSD-Attach-Rate von über 75 Prozent schätzte er den tatsächlich bezahlten Anteil auf 30 bis 40 Prozent. Finanzchef Vaibhav Taneja gab auf die entsprechende Nachfrage keine klare Antwort.

Weltweit meldete Tesla für das dritte Quartal 2026 laut InsideEVs 1,74 Millionen aktive FSD-Abonnements und damit 67 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Kostenlose Testphasen sind in dieser Zahl nicht enthalten. Erstmals machten monatliche Abonnements die Hälfte aus; in den USA kosten sie 99 US-Dollar pro Monat. Die andere Hälfte entfiel auf frühere Einmalkäufe.

Zusammenschluss mit SpaceX wird noch geprüft

Ob es zur Fusion kommt, ist noch offen. Elon Musk hat laut tagesschau.de erstmals offiziell bestätigt, dass Tesla und SpaceX Sonderausschüsse mit unabhängigen Direktoren eingerichtet haben. Sie sollen den möglichen Zusammenschluss prüfen. Musk selbst ist wegen eines Interessenkonflikts von der Prüfung ausgeschlossen.

Über die Bedingungen gibt es noch keine Einigung. Zudem müssten bei Tesla mindestens 50 Prozent der Aktionäre zustimmen. Nach Angaben eines Reuters-Insiders könnten die Gespräche auch zu einer Übernahme Teslas durch SpaceX führen.

Investition, Batteriespeicher und gemeinsames Chipprojekt

Geschäftliche Verbindungen bestehen bereits: Wie bluewin.ch berichtet, investierte Tesla im März 2026 rund 2 Milliarden US-Dollar in SpaceX. In den ersten sechs Monaten 2026 erzielte Tesla mit SpaceX zudem rund 405 Millionen US-Dollar Umsatz, unter anderem durch Megapack-Batteriespeicher.

Mit der sogenannten Terafab haben die beiden Unternehmen außerdem ein gemeinsames Projekt für die Herstellung von KI-Chips angekündigt. Tesla steuert dabei sein Wissen zur Fabrikautomatisierung bei.

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