Schwerer Verlust für CDU MYK: Georg Moesta hinterlässt tiefe Spuren
Der Landkreis Mayen-Koblenz trauert um einen seiner prägendsten Kommunalpolitiker: Georg Moesta ist am Dienstag im Alter von 63 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Der Christdemokrat stand über drei Jahrzehnte an der Spitze der CDU-Kreistagsfraktion und galt über Parteigrenzen hinweg als profunder Kenner der Lokalpolitik.
Politische Karriere: Vom Gemeinderat zum Fraktionsvorsitzenden
Moestas politische Laufbahn begann 1984 im Gemeinderat seiner Heimatgemeinde Plaidt. Bereits fünf Jahre später, 1989, zog er in den Kreistag Mayen-Koblenz ein. Mit nur 31 Jahren übernahm er 1994 den Vorsitz der CDU-Fraktion – eine Position, die er bis zu seinem Tod innehatte. Damit führte er die mit 17 Mitgliedern stärkste Fraktion im 50-köpfigen Kreistag über einen außergewöhnlich langen Zeitraum.
Der Landkreis Mayen-Koblenz ist mit rund 217.000 Einwohnern und 87 Gemeinden der bevölkerungsreichste in Rheinland-Pfalz. Bei der Kreistagswahl 2024 erreichte die CDU unter Moestas Führung 34,3 Prozent der Stimmen und verteidigte ihre 17 Mandate. Für sein jahrzehntelanges Engagement wurde der Verstorbene vom Landkreistag Rheinland-Pfalz für 35 Jahre Tätigkeit im Kreistag geehrt.
Engagement auf Landes- und Parteiebene
Neben seiner Rolle im Kreistag engagierte sich Moesta auch auf Parteiebene: Von 1989 bis 2017 war er Vorsitzender der CDU Pellenz, von 2008 bis 2012 gehörte er dem Landesvorstand der CDU Rheinland-Pfalz an. Seit 2019 war er zudem Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz, was seine Bedeutung über die Kommunalpolitik hinaus unterstreicht.
Beruflicher Hintergrund und Familie
Beruflich arbeitete Georg Moesta als Rechtsanwalt und Partner einer Kanzlei in Koblenz. Seine juristische Expertise prägte auch seine politische Arbeit. Der Verstorbene hinterlässt seine Ehefrau Anette Moesta, die dem Landtag von Rheinland-Pfalz angehört, sowie zwei Kinder.
Mit Georg Moesta verliert die Christdemokratie im Landkreis Mayen-Koblenz eine Führungspersönlichkeit, die die Kommunalpolitik der Region über mehr als vier Jahrzehnte mitgestaltet hat. Seine Partei würdigte ihn als verlässlichen Wegbegleiter, dessen Sachverstand und politisches Urteilsvermögen weit über die eigenen Reihen hinaus geschätzt wurden.






